Unsere Gemeinde verstehen wir als ein Haus der lebendigen Steine. Jesus Christus ist der Grundstein

Einleitung

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Windheim ist eine Gemeinde mit zwei Pfarrbezirken. Sie umfasst die Dörfer Windheim, Ilse, Jössen, einen Teil von Gorspen-Vahlsen, Neuenknick, Döhren, Rosenhagen und Seelenfeld. Sie hat zwei Predigtstätten in Windheim mit der alten romanischen Kirche und einem neueren Gemeindezentrum aus den 50er Jahren in Neuenknick. Es gibt zwei Kindergärten, die zur Gemeinde gehören, eine Gemeindebücherei und einen evangelischen Friedhof in Windheim. Sie ist geprägt durch dörfliche Strukturen. 

1Haus der offenen Türen - Das Haus hat offene Türen, in allen Äußerungen unseres Gemeindelebens soll sich Gastfreundlichkeit ausdrücken. Ganz unterschiedliche Menschen sollen sich willkommen fühlen, Orientierung und Geborgenheit erfahren. Dieses drückt sich aus in der ansprechenden Gestaltung der Räume, der Öffnung der Kirche, in Bewirtung wie beim Kirchkaffee und der freundlichen Unterbringung von Gästen.

2. Leben aus der Taufe - Wir sind eine Gemeinde am Wasser. Die Nähe zur Weser und die Seefahrertradition in den Dörfern unserer Kirchengemeinde führt uns immer wieder das Wasser vor Augen und so die Erinnerung an unsere Taufe. In der Taufe beginnt unser Weg im christlichen Glauben. In der Gemeinschaft der Getauften sind wir verbunden über alle Grenzen von Alter, Herkunft und Nation. In der Gemeinschaft der Getauften pflegen wir die Zusammenarbeit innerhalb der Pfarrbezirke unserer Kirchengemeinde, in der pfarramtlichen Verbindung und im Kirchenkreis. Die Taufe verbindet uns mit Christen aller Konfessionen in der Welt und weitet unseren Blick für ihr Leben, sodass wir ökumenische Verbindungen pflegen. Alle Getauften sind zum Abendmahl eingeladen. Mit der evangelischen Erziehung in unseren Kindergärten nehmen wir den Auftrag der Taufe ernst.

3. Der Gottesdienst als Zentrum des Gemeindelebens - Der Gottesdienst soll immer wieder Menschen im Glauben stärken und sie Gemeinschaft erfahren lassen. Dabei können wir einerseits auf gewachsene Traditionen bauen (Jubiläumsgottesdienste, Seemannsgottesdienst, Fährgottesdienst, Marktgottesdienste, Volkstrauertag), andererseits können wir auch neue Wege gehen, wie bei den Adventsandachten an den Häusern. Wichtig ist die Ansprache besonderer Zielgruppen. Die Kirchenmusik liegt uns am Herzen und soll in den Gottesdiensten oder gottesdienstlichen Konzerten gefördert werden. Die Erhaltung der Bläserarbeit und der Jugendband sowie der Chorarbeit, auch durch neue Wege, liegt uns am Herzen. Gottesdienste für Kinder und Jugendliche sind ebenso wie die Erwachsenengottesdienste eine Grundäußerung der Gemeinde. In der Zukunft sollen die gemeinsamen Gottesdienste beider Pfarrbezirke in der pfarramtlichen Verbindung und mit Nachbargemeinden ausgebaut werden.

4. Gemeinschaft der Generationen - Eine besondere Stärke der dörflichen Strukturen liegt in den vielen Mehrgenerationen-haushalten. Sie drückt sich aus in der Bandbreite der Gruppen in der Gemeinde von der Krabbelgruppe bis zur Seniorenarbeit. Durch das Zusammenleben der Generationen ist das Verständnis füreinander und die gegenseitige Hilfsbereitschaft auch in der Gemeindearbeit spürbar, ebenso wie die traditionelle Nachbarschaftshilfe. Dies wollen wir fördern und unterstützen. Durch Hausbesuche der Pastorinnen und der Ehrenamtlichen wird der Kontakt zur Kirchengemeinde gestärkt. In der Seelsorge nehmen wir Teil am Leben der Menschen, Ihrer Freuden und Sorgen.

5. Stärkung der Ehrenamtlichen - Wir fördern die eigenständige und verantwortliche Arbeit von Ehrenamtlichen in der Gemeinde und sorgen für ihre Fortbildung. Wir laden zu aktiver Mitgestaltung und Mitbeteiligung ein. Die Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen arbeiten als Team zusammen, besonders wichtig ist die gute Kommunikation und die gegenseitige Wertschätzung.

6. Wir sind Teil des dörflichen Lebens - Als Kirchengemeinde sind wir mit unserem eigenen, spezifischen Profil Teil des Lebens auf den Dörfern. In der schwächer werdenden Infrastruktur und zurückgehenden Bevölkerungszahlen kann die Kirche sich beteiligen an den regionalen und dörflichen Aktivitäten und Ideen einbringen, die Gemeinschaft zu beleben und zu bereichern. Wir können die Botschaft vom Reich Gottes einbringen, von Gerechtigkeit und Versöhnung und Frieden. Eine gute Öffentlichkeitsarbeit schärft unser Profil.

7. Bewahrung der Schöpfung - In unserer Kirchengemeinde sind wir umgeben von einer wunderschönen Schöpfung, ein besonderer Reichtum von Tieren und Pflanzen, von Wiesen, Wäldern, Bächen und Flüssen umgibt uns. Dies leitet uns zu umweltfreundlichem Verhalten bei der Bewirtschaftung der Räumlichkeiten und dazu, unserer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen.

8. Hilfe für Menschen in Not - Wir helfen Menschen in Not und sammeln für sie in unseren Gottesdiensten. Sie sollen gastfreundlich empfangen werden. Auch Menschen in seelischer Not, Trauernde und Verzweifelte sollen erfahren, dass sie in der Gemeinde angehört und unterstützt werden.

Perspektiven - Trotz der schwindenden Infrastruktur auf den Dörfern und der demographischen Veränderung wollen wir die derzeitige Situation stabilisieren. Gleichzeitig sehen wir viele Chancen darin, Arbeitsfelder neu zu strukturieren und Prioritäten zu setzen.